Eine Liebeserklärung an das Leben

Eine Liebeserklärung an das Leben

 oder: Wann hast du das letzte Mal etwas das erste Mal getan?

Stell dir mal folgendes Szenario vor:

Du liegst in einem Bett. Spürst, dass deine Kräfte dich verlassen haben. Du spürst, dass dein Leben am Ende ist. Du weißt, dass du sterben wirst.

Was geht in diesem Moment in dir vor?

  • Feierst du die letzten Minuten deines Lebens, weil du so viele unglaubliche Dinge erlebt, so viel Mut bewiesen, so viel geliebt und so viel gelebt hast? Weil du ein Leben hinter dir hast, das dich verschmitzt grinsen lässt? Bist du dankbar für die vielen Chancen, die du ergriffen hast, für die Menschen, die du geliebt hast und noch liebst?

Oder:

  • Beißt du dir in den Arsch, weil du das Beste in deinem Leben verpasst hast? Weil du dich nicht getraut hast, auch mal aus der Reihe zu tanzen? Weil du zu wenig motiviert warst, etwas Neues auszuprobieren? Weil du in deinem Trott versunken bist? Weil du angepasst und lieb warst?

 

Ich habe mir die Frage vor einigen Tagen ganz bewusst gestellt und sie nicht eindeutig beantworten können. Die Medaille hat immer zwei Seiten, und wir können nicht immer nur das tun, was uns gefällt. Die Frage ist wie können wir die Dinge ausgleichen, die sich anfühlen, als würden wir unaufhörlich in einem Hamsterrad laufen.

Mut tut unglaublich gut

Passend zu den Fragen habe ich gestern etwas erleben dürfen, was mich schon lange reizt. Etwas, was mir in meiner Vorstellung Angst gemacht hat und mich gleichzeitig interessierte. Ich kreiste schon sehr lange wie die Fliege um den heißen Brei.

Was soll ich sagen, ich habe es getan! Es hat mich unglaublich beflügelt, mich mit extrem viel Energie versorgt und mein Selbstbewusstsein ein ganzes Stück wachsen lassen, weil ich mich getraut habe, weil ich in dem Moment sogar ziemlich cool war, weil ich die Spannung ausgehalten und sogar genossen habe.

Heute gehe ich mit einem Grinsen durch den Tag und mit der Gewissheit, dass ich mir bald wieder etwas suchen werde, das ich schon lange machen wollte, mich aber bis jetzt nicht getraut habe.

Etwas, das mich mit Adrenalin flutet, mich zittern lässt, um mich dann zufrieden zu fühlen.

Es werden die Momente sein, die ich auf meinem Sterbebett feiern werde.

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Ich schreibe dir das, weil ich dich ermutigen will. Ermutigen, zu deinen Wünschen und Träumen zu stehen, sie anzugehen, dich auszuleben. Wenn du es einmal getan hast, wird es immer einfacher. Wenn du einmal die Ängste in deinem Kopf überwunden hast und erfolgreich warst, wirst du noch mutiger. Wenn du auf den ersten Blick nicht erfolgreich warst, wirst du dich trotzdem stärker fühlen, weil du dich getraut hast. Weil du deine Blockaden oder Grenzen oder deine Komfortzone etwas ausgeweitet hast.

Was kann im schlimmsten Fall passieren? – nicht wirklich viel, selbst wenn es schiefgeht, oder?!
Was kann im besten Fall passieren? – dass du immer mehr Momente wirklich ganz bewusst wahrnimmst, lebst und dich feierst.

Eine Liebeserklärung an das Leben!

Stell dir das mal vor:

Viele Menschen, die das tun, was ihnen wirklich guttut. Die erfüllt sind, die nicht davon abhängig sind, dass ihr Partner, ihre Kollegen, ihre Kinder oder sonst wer sie glücklich macht. Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen und mit einem sanften Lächeln durch die Straßen gehen. Herrlich!

Ich grinse dir aufmunternd zu und wünsche dir eine „einfach glückliche“ Zeit

Stefanie