Gastartikel: Was ist eine Familienaufstellung?

Gastartikel: Was ist eine Familienaufstellung?

oder: Wozu brauch ich denn so was? Brauch ICH das überhaupt?

Ich, 42 Jahre, verheiratet, Mutter von 2 Kindern, Vollzeit-Angestellte im öffentlichen Dienst habe ein gut funktionierendes Leben. Meine Kinder und mein Mann sind mein Ein und Alles. Meister ich doch meinen Alltag mit Bravour und komme auch so mit meinen Mitmenschen aus. Meine Freunde schätze ich sehr und sie schätzen mich. Jeder hat so 1 bis 2 Baustellen um die man sich von Zeit zu Zeit kümmern muss, aber ansonsten ist aber alles super toll.

Also wozu das Ganze?

Und dann noch den ersehnten freien Samstag OPFERN für was, was man gar nicht kennt und belächelt. Und trotzdem bin ich neugierig. Neugierig darauf wie das alles passieren kann. Wie wildfremde Menschen einen wichtigen Platz in meinem Leben einnehmen und auch so handeln als ob sie mich schon mein Leben lang kennen würden. Ich google, schaue alte TV-Sendungen, leihe mir sogar Bücher aus, um mich irgendwie darauf vorzubereiten. Aber vorbereiten kann ich gar nichts. Wieder ratlos suchend nach irgendwelchen geregelten Abläufen, lese ich weiter. Leider finde ich nichts heraus. Überlege hin und her, ob ich mich anmelden soll oder nicht.

Die Neugier und die Hoffnung überzeugen mich und ich melde mich an.

Also gehe ich an meinem freien Samstag gespannt und angespannt zu dem vereinbarten Treffen. Ganz herzlich werde ich mit einer Tasse Tee empfangen und auf das üppig gerichtete Buffet hingewiesen. Ich frage mich, ob wohl eine Familienaufstellung hungrig macht? Anschließend betrete ich den hellen freundlichen Raum und begrüße meine Mit-Aufsteller. Ich bin sehr angespannt, da ich immer noch nicht weiß, was jetzt auf mich zukommt. Ich habe aber den Eindruck, dass ich damit nicht alleine bin. Alle FRAUEN werden sehr herzlich begrüßt und es wird erklärt, soweit wie man dieses Phänomen erklären kann, wie alles ablaufen kann. Alles kann, nix muss.

Dann kommt die erste Aufstellung.

Ich nichtsahnend gerne die Auftrag angenommen die Rolle einer Mit-Aufstellerin zu übernehmen. Kurz Erklärung der Familienverhältnisse und schon war ich mittendrin im Geschehen. Ich war ein anderer Mensch mit allen positiven und negativen Gedanken und Handlungen. Ich konnte mich mit Mama und Papa unterhalten, so als hätte ich schon immer mit ihnen zusammengelebt. Probleme wurden mit Tränen oder einem Lächeln gelöst. Viele Emotionen und besondere Stimmungen lagen in der Luft.

Ganz liebevoll und professionell wurden alle Teilnehmer betreut von Stefanie – auch Tage nach meinem geliebten freien Samstag. Ihre herzliche, humorvolle Art unterstütze jede von uns.

Für mich war es eine sehr wertvolle Erfahrung.

Bestimmt werde ich wieder eine Familienaufstellung bei Stefanie besuchen.

Kirsten

 

Ich danke Kirsten von Herzen für Ihren Artikel / Erfahrungsbericht / Feedback.

Für mich ist eine Systemische Aufstellung immer wieder etwas sehr berührendes und auf eine ganz besondere Art heilig.

Und he, ja….eine Aufstellung macht hungrig, es ist sogar wichtig, bei dieser seelisch anstrengenden Arbeit viel zu Essen und zu Trinken!

Familienaufstellungen finden drei Mal im Jahr statt. Die Termine findest du im Kalender.