Voller Stress voraus

Voller Stress voraus

Oder: So brennst du sicher aus.

Er begleitet uns im Alltag, ist überall greifbar, sozusagen salonfähig, man glaubt einige definieren ihren Wert über ihn, auch Kinder kennen ihn schon und wer ihn nicht spürt, scheint etwas seltsam. – Stress!

Er entsteht, wenn äußere und innere Faktoren die Psyche und den Körper massiv unter Druck setzen.

Mir scheint es manchmal, als sei man nur eine gute Mutter, ein loyaler Arbeitgeber, ein…alles Mögliche, wenn man echt Stress hat. Darum möchte ich heute für alle, die zu wenig davon verspüren und einem Burnout näher kommen möchten, die wichtigsten Faktoren aufzählen, um noch gestresster und somit geschwächter zu werden.

Stelle extrem hohe Anforderungen und Erwartungen an dich selbst

Nimm dir immer viel vor und packe dann noch etwas oben drauf. Wenn du nur hart genug arbeitest, kannst du es sicher erreichen. Du bist die einzige Person, die erledigen kann, was du den ganzen Tag über leistest. Kein anderer kann dir das Wasser reichen und egal welcher Laden, er läuft auf keinen Fall ohne dich! Du musst unabkömmlich sein! Es ist wichtig, dass du alles was du machst perfekt machst und dir auf keinen Fall ein Fehler unterläuft. Du schaffst das, du kannst das und du darfst niemals Ruhen oder Aufgeben, bevor du nicht geschafft hast, was du dir vorgenommen hast. Ansonsten bist du ein Versager, ein Looser, ein Depp und dümmer als dumm!

Erwarte, dass alles perfekt ist

Nicht nur du, auch alle anderen um dich herum und alle Situationen müssen perfekt sein. Wenn du deine 150% gegeben hast, kannst du das mindestens auch von deinem Umfeld, dem Wetter und dem ganzen Universum erwarten. Pannen, verpatzte Situationen, Fehler, Regenwetter, nörgelnde Kinder, unfreundliche Arbeitskollegen darf es nicht geben! Nein, du kannst erwarten, dass alles und jeder neben dir auch perfekt ist.

Versuche es allen recht zu machen und sagen zu Allem „Ja!“

Achte bei allem was du tust immer penibel darauf, dass du es allen recht machst. Deine Nachbarn, Eltern, Geschwister, Freunde, Arbeitskollegen und vor Allem deine Neider sollen immer mit dir zufrieden sein. Sie sollen sich weder übergangen, zu wenig beachtet noch nicht wertgeschätzt fühlen. Wichtig ist auch, dass du niemandem vor den Kopf stößt und niemals in ein Fettnäpfchen trittst. Wenn dich jemand um etwas bittet, sage immer „Ja!“

Unterbrich deinen Tagesablauf so oft wie möglich

Ganz wichtig bei allem, was du tust: Unterbrich deine Tätigkeiten so häufig als irgendwie möglich! Checke dein Facebook – Profil, deine Mails, WhatsApp-Nachrichten, deinen Anrufbeantworter. Idealerweise schaltest du dazu den Fernseher und den Radio noch ein, um auch sicher alle Informationen zu erhalten.

Wenn dir etwas einfällt, notiere es auf keinen Fall für später, sondern erledige es gleich. Bitte aber auch so perfekt wie alles andere, was du tust. Lass dich auch von Kleinigkeiten ablenken und bleibe auf keinen Fall an dem, was du dir vorgenommen hast.

Vermeide Struktur und Klarheit

Struktur, Klarheit, Aussprachen, Abmachungen und Routine sind eh langweilig und ab sofort dein Feind. Lass so viel als möglich in der Schwebe. Egal ob du nicht weißt, wann wer heute zum Essen kommt, dein Chef dir keine klaren Aufgaben erteilt hat, du nicht weißt, wie du dich in einer wichtigen Situation verhalten sollst…alles prima um dein Stresslevel zu steigern.

Ich hoffe dir hiermit eine möglichst konkrete Anleitung an die Hand zu geben, damit du erfolgreich einem Burnout näherkommst 😉

Eine stressige und einfach glückliche Zeit, wünsche ich dir

Stefanie